Über uns

Als 2004 vor zwölf Jahren unsere NACHT DER FILMMUSIK stattfand, hatte das Thema einer „Filmmusik konzertant“ oder „Live zur Leinwand“ noch etwas Pionierhaftes und unser Münchner Modell wirkte auf Musikszene und Festivals sehr anregend. Heute ist die Integration von Filmmusik ins Konzertleben schon Tradition geworden. In den Programmen renommierter Klangkörper steht – gerade auch international – die Filmsinfonik schwesterlich neben Werken von Beethoven bis Strauss oder Strawinsky. In den Philharmonien werden Filme inzwischen in voller Länge hochprofessionell zur Leinwand aufgeführt – in München waren es zum Beispiel „Herr der Ringe“, „Fluch der Karibik“, „Alice im Wunderland“, „Fantasia“, „Metropolis“.

Das ist Grund genug, 2016 einmal in Art eines „… best of“ rückzublicken und neben Aktuellem auch Highlights aus unseren vergangenen Nächten nochmals Klang werden zu lassen. Dazu gehört natürlich die schon Kult gewordene Filmmusik zu „Das Boot“ von Klaus Doldinger, der in diesem Jahr 80 Jahre wird und den wir als unseren Ehrengast präsentieren dürfen, – natürlich mit seiner Aura einer vollmusikalischen Aktivität, denn er wird das Solosaxophon in seiner symphonischen Suite wiederum selbst spielen.

Auch das Münchner Rundfunkorchester – bei uns 2016 unter Leitung des Chefdirigenten Ulf Schirmer – hatte sich in den letzten Jahren mit den rund um das Münchner Filmfest legendär gewordenen Events „Sounds of Cinema“ in der Krone-Arena zunehmend als Spezialist für sinfonische Soundtracks und cineastische Genussabende entwickelt. All das hilft – was schon 2004 das Credo der Initiatoren der NACHT DER FILMMUSIK war – die bisweilen künstlich errichtete Abgrenzung von E- und U-Musik zu überdenken: jede Art von qualitativer Musik  ist geeignet, Konzertsäle zu füllen, innovativ zu sein und Überraschungen parat zu haben. Kunst sprengt Grenzen und zeigt dem Menschen neue Welten! Gerade  „Filmmusik“ – jener Schmelztiegel, in dem Sinfonik, Avantgardemusik, Jazz, Elektronik, Pop, Rock, Chanson, Kammermusik und Tanz gleichermaßen essentiell sind – ist geeignet,  Baustein einer U und E überschreitenden Veranstaltung zu sein.

Im unserer globalisierten Welt ist allerorts ein Konturverlust und ästhetische Gleichschaltung zu beobachten. Was in USA, Japan, China und Europa marktgängig sein soll, das verliert oft sein Profil und repräsentiert Mittelmaß als kleinsten gemeinsamen Nenner. Dieser Globalisierung, die gerade im Bereich der Filmmusik typisch ist („Star Wars“ , „Herr der Ringe“, oder „Gladiator“ werden inzwischen bis zum Ermüden gespielt), wollten wir bewusst lokale Kultur entgegenstellen: Filmmusik made in Germany … oder noch radikaler „Filmmusik made in Bavaria“. Alles getreu dem Motto: Nur was echte Wurzeln hat (also das Lokale und im subversiven Sinn „aus der Provinz stammende“) ist authentisch!

Wir freuen uns, diese Kultur-entgrenzende Veranstaltung in enger Planung zusammen mit der Münchner Hochschule für Musik und Theater und in deren auratischen Räumen wie Konzertsaal, Opernschulbühne oder Lichthof machen zu dürfen. Schon in der 80er Jahren gab es hier die Tradition einer Wagner-Nacht, einer Strawinsky-Nacht, einer Janácek-Nacht, deren Konzepte darin bestanden, dass simultan in mehreren Räumen Kunst und Kommunikation sich paarten. Und schon damals war der Bayerische Rundfunk mit von der Partie und übertrug dieses bunte musikalische Leben nach außen. So freuen wir uns, dass auch diesmal wieder BR-Klassik unsere Ideen aufgenommen hat und mit Livesendung, Berichten, Interviews die einmalige Atmosphäre einer solchen Nacht und den musikalischen Facettenreichtum abbilden wird. In Matthias Keller, der nicht nur E-Musikredakteur, sondern auch Initiator der Filmmusik-Programmschiene im Bayerischen Rundfunk (und selbst passionierter Filmmusikkenner und –autor) ist, haben wir auch 2016 wieder den idealen Ansprechpartner, Mitdenker und Live-Moderator der Nächte, unterstützt von moderierenden Kollegen aus dem Ü-Wagen.

Eine neue Farbe wird die enge Zusammenarbeit mit der HFF Münchner Hochschule für Film und Fernsehen sein, ebenso die Kooperation mit den Machern des Münchner Dokumentarfilmfestivals. Natürlich gibt es im historischen Kaminzimmer wieder die „Komponistengespräche“, wo sich klangvolle Namen der Filmmusikszene ein Stelldichein geben und sozusagen zum Anfassen nah befragt werden können. Das alles verspricht Stunden der Nonchalance und einer fast intimen Nähe von Publikum und Filmmusikszene.

Wir danken auch 2016 wieder sehr herzlich allen Förderern und Beteiligten – ob Musiker, Komponist, Techniker, Helfer, Organisator, Moderator oder Saalordner: ohne Euch alle würde es diese Nacht nicht geben!

Nun also einen wunderbaren Abend mit dem ganzen Spektrum der Filmmusik, unterhaltsamen aber durchaus auch ernsthaften Musikgenuss wünschen

Die Initiatoren – Gerd Baumann, Rainer Fabich, Enjott Schneider, Ralf Weigand
und das vielköpfige Organisations-Team

 

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